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26.5.24 Teamtraining

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Am Wochenende gab es ein Teamtreffen mit dem Ziel Abläufe zu üben, um später Fehler zu vermeiden...

Jede Sekunde zählt 😊

 

30.5.24 Leistungsdiagnostik

Der Letzte Leistungscheck vor dem Start. Das Team der Weltraum Medizin an der Charité Berlin hat nochmal alle meine Werte analysiert. Das Ergebnis ist Top, jetzt kann es losgehen. Noch 11 Tage bis zum Start!

 

2.6.24 Abläufe üben

Nichts ist wichtiger als das Abläufe unter Wettkampfbedingungen perfekt sitzen. Heute haben wir mal schlafen gehen geübt.

Nach 90 Minuten Schlaf wird Claus-Henning im Wettkampf geweckt und es geht wieder aufs Rad.

Jede Minute zählt!

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5.6.24 DANKE!

An dieser Stelle möchte ich meinen tiefsten Dank aussprechen an alle Sponsoren und privaten Spender die mich bei diesem Projekt unterstützen. 

Ich werde mein bestes geben!

 

Zweiradstadler
Charité berlin
Heidersberger Fassadenbau
BMB GmbH
Innius GmbH
Autohaus Berolina
K.Rogge Spezialbau GmbH
Bühr Gruppe

und alle privaten Spender...

 

6.-7.6.24 Anreise USA & Tag 1 in Oceanside

Der Countdown läuft! Die letzte Phase der Vorbereitungen hat begonnen. Racer und Crew sind in Oceanside eingetroffen.

California Feeling? Weit gefehlt! Letzte Trainingseinheiten für Bottle Claus und auch die To Do-Liste fürs Team ist lang. Jetzt heißt es Fahrzeuge vorbereiten, Navigation einrichten, Equipment checken und noch vieles mehr. Eins ist klar, die langen Tage und kurzen Nächte haben bereits begonnen.

 

8.6.24 Oceanside / Rennvorbereitungen

18 Stunden Einsatz am Tag. Ups und Downs begleiten die Crew. Immer wieder schleichen sich kleine Herausforderungen ein. Doch gemeinsam werden sie gemeistert.

Nicht alles ist bereits perfekt. Auch nicht beim Racer! An der einen oder anderen Stelle zwickt der Körper. Doch mit ihren magischen Händen wird er von Sabrya bis zum 11. Juni 2024 fit gemacht.

 

9.6.24 Oceanside / Rennvorbereitungen

Die Aufgaben sind klar verteilt. Lea analysiert die letzten Nuancen für die Nahrungsaufnahme von Claus-Henning während des Race, Linus macht das Wohnmobil startklar und Benno checkt noch einmal Räder und Material.  Endspurt bei den Vorbereitungen. Bereits jetzt kommen die Stirnlampen zum Einsatz, denn die Aktivitäten ziehen sich bis in die Nacht.

Noch eine letzte Trainingseinheit vor dem Start des RAAM für den Racer. Diesmal im Testlauf mit der Kommunikation und Navigation aus der Follow Car.

 

10.6.24 Let´s get ready to rumble!

Endspurt vor dem Start. Fotoshooting, offizielles Meeting zur Einweisung in die Rennregeln, Technik-Check und eine letzte Trainingsfahrt auf der Originalstrecke. Das sind nur einige Dinge, die in den letzten 24 Stunden vor dem Race auf dem Programm stehen. Der durchgetimte Tagesplan ist am Mittag bereits Geschichte. Die Vorbereitungen laufen bis tief in Nacht, denn in nur wenigen Stunden muss alles fertig sein!

 

11.6.24 RACE DAY 1

Start um 12.54 Uhr   am Pier in Oceanside.Die Crew motiviert vor dem Rennen ein letztes Mal den Racer, bevor es für ihn die ersten Kilometer allein auf die Strecke geht. Erst nach guten 50 Kilometer darf das Follow Car und somit die Crew Claus Henning begleiten. Das Wetter in Oceanside spielt mit. Bei 20 Grad geht's aufs Fahrrad. Doch bereits bei Timestation 1 brennt die Sonne und der erste Break findet bei über 40 Grad statt. Kühlweste an und weiter geht's. An Timeststation 2 ist von der Crew dann auch das Eisbad vorbereitet. Weiter geht´s durch die Nacht. Erst nach 1000km möchte Claus-Henning seine erste Schlafpause machen.

 

12.6.24 RACE DAY 2

Claus Henning fährt konstant in seinem Rhythmus, trotz extremer Hitze. Die Tagestemperaturen bewegen sich zwischen 40 bis 45 Grad. Bei den Anstiegen werden bis zu 48 Grad gemessen. Eine kontrollierte Regulierung der Körpertemperatur des Racer während kurzer Zwischenstopps an den Timestations ist äußerst wichtig. Die gesamte Crew, ob im Follow Car oder Wohnmobil, bleibt aus Sicherheitsgründen immer in seiner Nähe. Alle arbeiten auf Hochtouren. Nach 36 Stunden Ankunft in Flagstaff, wo sich Claus Henning seine erste Schlafpause von 90 Minuten gönnt. Während er seine Erholungsphase bekommt, wird fleißig an den Rädern geschraubt. Viel Zeit bleibt nicht, dann sind Racer und Crew wieder on the road.

 

13.6.24 RACE DAY 3

Erste Schlafpause nach 40 Stunden auf dem Rad. Weiter geht es bei enormer Hitze durch Utah und das beeindruckende Monument Valley. Das Schlafdefizit macht sich deutlich bemerkbar nicht nur bei Claus-Henning, sondern bei der ganzen Crew. Im Gesamtklassement liegen wir immer noch auf Platz 4. Jetzt kommen die Berge. Hier wird sich zeigen wer die beste Form hat.

 

14.6.24 RACE DAY 4

Der vierte Tag im Rennen, wir haben Utah verlassen und die Wetterbedingungen haben sich radikal verändert. Wir bewegen uns auf einer Höhe von ca. 2500 Meter, es hat angefangen zu regnen. Heute steht die Königsetappe in den Bergen an. Es geht über drei mächtige Gipfel in Colorado. Die Physische Belastung ist allen anzusehen. Aber der Kampfgeist im Team ist ungebrochen.

15.6.24 RACE DAY 5

Wir rollen weiter rasant gegen Osten. Gestern noch Colorado heute schon Kansas. Die Hitze ist zurückgekehrt.

Kein der zu durchfahrenden Bundesstaaten ist bei den Racern so gefürchtet wie Kansas. Wer mag schon eine Straße die schnurgerade 500 Kilometer geradeaus führt und an der man links und rechts lediglich gelbe Weizenfelder und vertrocknete Graslandschaften sieht. Dazu kommt der Wind mit Böen von bis zu 60 km/h.

Doch das, was die Menschen, die dieses Fleckchen Erde bewohnen besonders gut können, das ist Gastfreundschaft. Im kleinen Örtchen Ulysses werden wir am Fire Department mit Deutschlandfähnchen, Trillerpfeifen und Jubel empfangen. Die Community im Ort und rund um die Station der Feuerwehr hat selbstgebackene Cookies, kalte Getränke und Kaffee für uns vorbereit. Wir werden mit so viel Herzlichkeit empfangen. Racer und Team kämpfen nach den vergangenen Tagen mit den Kräften, doch diese Momente bauen alle wieder auf.

Bottle Claus gibt noch eine Extra-Einlage und springt in den berühmten Pool, der extra fürs RAAM vor dem Fire Department aufgebaut wurde. Doch bereits nach 15 Minuten sind wir auch schon wieder on the Road.

16.6.24 RACE DAY 6

Der Wind bläst in Böen mit 60 Km/h. Nicht nur Claus Henning, auch unser Wohnmobil kämpft darum auf der Straße zu bleiben. Die Hitze ist enorm und an ein schattiges Plätzchen ist in diesem Landstrich nicht zu denken. Aber mit Missouri im Blick, geht Claus Henning sein Ziel an Kansas schnellstmöglich zu verlassen. Wir sind bereits in die Phase eingetreten, in der bei den Racern auch der Sekundenschlaf auf dem Rad eintritt. Ein unkalkulierbares Risiko und die Crew im Follow Car muss jetzt besonders wachsam sein. Wir sind alle stark beeindruckt, wie Claus Hennig es immer wieder schafft sich aus seinen zwischenzeitlichen Tiefs heraus zu kämpfen. Den ganzen Tag geht er immer wieder in die Vollen und startet unglaubliche Aufholattacken. Das Schlafdefizit der gesamten Crew ist mittlerweile spürbar. Jeder und jede von uns versuchen mögliche Minuten für ein Powernap zu nutzen. Wir sind bereits in den zweiten Teil des Renngeschehens eingetreten und bewegen uns jetzt mit Blick auf Richtung des Ziels.

17.6.24 RACE DAY 7

Heimatgefühle kommen bei allen im Team bei der der Fahrt durch Missouri auf. Landschaftlich gibt es kaum einen Unterschied und auch die deutsche Community wird hier mehr als sichtbar. Neben den uns sehr vertrauten Familiennamen auf Plakaten oder  Firmenschildern, wird bereits das Oktoberfest in einigen Ortschaften aktiv  beworben. Für unseren Racer keine leichte Etappe. Die Hitze hält an und auch heute geht es sehr viel hinauf. Missouri ist wellig und das mit giftigen Anstiegen um die 14 Prozent. Oberstes Gebot ist jetzt den Racer durchgehend anzufeuern. Und auch hier gibt es RAAM-Fans, die unseren aktuellen Standort tracken und extra zu den Timestations kommen, um Claus Henning anzufeuern. Das beflügelt jedesmal Racer und die Crew gleichermaßen.

18.6.24 RACE DAY 8

Mittlerweile durchqueren einen US-Bundesstaat pro Tag.  Körperlich fühlt sich Claus-Henning fit, doch der Schlafentzug macht ihm zu schaffen. Wir versuchen mit dem Begleitfahrzeug zur Motivation, aber auch aus Sicherheitsgründen, so nah wie möglich an ihm dranzubleiben. Doch der Autoverkehr auf den US-Straßen ist rege und dicht. Die RAAM-Regeln geben vor, dass wir keine fremden Fahrzeuge behindern dürfen, was die Nähe zum Racer nicht immer ganz einfach macht. Die Erschöpfung bringt mit sich, dass er den Streckenverlauf nur schwer im Blick halten kann. 15minütige Powernaps stehen täglich mehrfach auf dem Programm. Doch wir haben eine neue Strategie gefunden, um ein an anderer Stelle Zeit einzusparen. Die Essenspausen wurden aufs Fahrrad verlegt. Das bedeutet für Claus Henning ab jetzt Nudeln oder Porridge aus der Trinkflasche, während des Fahrens, zu sich zu nehmen. Das RAAM fordert seinen Tribut!

19.6.24 RACE DAY 9

Eine Hitzeglocke hängt über der östlichen Region der USA. Das schwülwarme Wetter ist kaum erträglich und macht allen sichtlich zu schaffen. Doch Ohio entschädigt uns mit seiner landschaftlichen Schönheit und einer Route, die diese deutlich widerspiegelt.  Wir bewegen uns auf größtenteils kleinen Straßen, an malerischen Kulissen vorbei.

Einfachste Dinge, wie Wäsche waschen oder den Einkauf tätigen, müssen jetzt schnell und effizient erledigt werden, da sich in dieser Rennphase auch das Wohnmobil in ständiger Nähe zum Racer befinden muss. Die Parkplätze sowie die Innenbereiche der Walmart-Supermärkte kennen wir mittlerweile wie unsere Westentasche.

Die Empfänge an den besetzten Timestations sind immer herzlich. Es gibt kühle Getränke, Snacks und interessante Gespräche. Oftmals müssen wir auf die Uhr schauen, um nicht zu viel Zeit zu verlieren. Nachts fährt es sich aktuell besser, denn es kühlt etwas ab. Für Claus Henning ein Segen, denn so kann er in der zweiten Tageshälfte Strecke machen. Unser Blick geht gegen Osten und bald setzt der Endspurt ein.

20.6.24 RACE DAY 10

 

Wir überqueren die Appalachen. Das bedeutet für den Racer die letzten heftigen Anstiege vor der Zieleinfahrt in Atlantic City zu meistern. Die zurückliegenden Tage haben ihm bereits viel Energie gekostet. Daher sagt man das dieser Part schwieriger zu meistern sein, wie alle anderen Herausforderungen vorab zusammen.

Das das hier kein Kinderspiel ist, dass stellt sich schnell heraus. Eine Welle folgt der anderen. Ein ständiges Auf und Ab, dazu kommt, dass die Strecke größtenteils über Highways verläuft. An Schatten ist nicht zu denken. Ohne Kälteweste wäre die unerträgliche Hitze für Claus Henning kaum zu ertragen. Sein Konsum an Fruchtsorbet ist enorm gestiegen. Mittlerweile erhält er bis zu acht der großen Fruchteis-Becher am Tag. Doch diese kleine Freude soll ihm bei diesen Strapazen gegönnt sein

Racer und Crew haben nur noch ein Ziel vor Augen. Noch 562 Kilometern, dann erreichen wir die Ostküste der USA. Ein sehr langer Tag steht allen bevor, denn es gilt die Zeit aus dem vergangenen Jahr zu verbessern.

22.6.24 FINALE

 

Claus Henning möchte auf jeden Fall seine Zeit aus dem Vorjahr verbessern und das RAAM unter 11 Tagen finishen. Das bedeutet in den letzten 24 Stunden des Rennens gibt es keine längere Schlafpause mehr, sondern nur noch Powernaps. Für Racer und Crew bedeutet das doppelte Konzentration, denn bei allen hat der Schlafentzug bereits seine Spuren hinterlassen.

Am frühen Morgen zieht Claus Henning mit Blick auf Atlantic City zum Endspurt an. Nur einige Meilen vor ihm befindet sich zu dieser Zeit Nicole Reis (Österreich), die wir mit ihrer Crew gemeinsam noch in der Nacht an der Timestation 51 getroffen haben. Ein kurzer Schock-Moment setzt bei allen ein, als wir Nicole auf der Straße liegend bei Erster Hilfe-Versorgung entdecken. Kurz danach erfahren wir, dass sie sich bereits im Krankenhaus befindet. Von Claus Henning und der gesamten Crew gehen an dieser Stelle beste Genesungswünsche und alles Gute an die stärkste Racerin des RAAM 2024 und ihr großartiges Team.  

Um 10:54 Uhr ist es endlich so weit. Die Crew, die ihren Racer über die letzten Meilen entlang an der Atlantikküste nicht mehr begleiten darf, steht bereits am Kennedy Plaza in Atlantic City bereit, um die Ankunft mit Claus Henning gemeinsam zu feiern. Nach 10 Tagen und 21 Stunden ist es vollbracht. Erleichterung setzt bei allen ein und die Vorfreude auf eine lange Dusche, ein richtiges Bett und ein kühles Bier… oder doch lieber ein Eis?

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